Das Anliegen
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BRD und Humanismus

Soziales

von Hans-Jürgen Zeller

22.8.2007

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
ich verkenne nicht die Verdienste unserer demokratischen Orientierung, auch nicht, daß es den Benachteilgten in unserem Lande besser geht als in den meisten anderen Ländern. Aber reicht das aus? Ist das Leid einer Hartz IV-Mutter, die nicht weiß, wie sie die von der Schule geforderten Turnschuhe ihres Kindes bezahlen soll, noch mit Menschenwürde vereinbar? Ich verzichte hier auf das Zitat zahlreicher Studien über die Folgen von Armut oder relativer Armut, wie geringere Lebenserwartung, höhere Suizidrate usw. Kann diese unsere BRD wirklich mit Recht von sich behaupten, dem Humanismus verpflichtet zu sein? - Das Argument der der Motivationsförderung für die Arbeitssuche, ist nicht akzeptabel, weil dabei dem Opfer die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Sie wissen besser als ich, daß ein Sozialstaat immer teuerer ist andere Staatsformen. Der Mißbrauch von Sozialleistungen muß in gewissem Umfang in Kauf genommen werden.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Hans-Jürgen Zeller

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