Das Anliegen
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Viele Worte wenige Taten im Inland

Umwelt und Tierschutz

von

4.7.2007

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Ich bewundere Ihren internationalen Einsatz für den Klimaschutz. Nur im eigenen Lande wird vieles konterkariert. Man macht nützliche Klimaschutzmaßnahmen unnötig teuer. Siehe hierzu Verteuerung der Öffentlichen Verkehrsmittel durch die Hamburger Hochbahn. Siehe meinen Brief an die HHA, natürlich erhielt ich keine Antwort.

Was kann man dagegen tun? Mehr Taten, weniger Worte

MfG

Hintergrundinformationen:

5.6.2007

An die Geschäftsleitung der
Hamburger Verkehrsverbund GmbH,

Sehr geehrter Herr Kellermann,

Am Schalter der HHA wurde mir mitgeteilt, daß ab 1. 7. die CC-Karte teurer wird und nicht mehr übertragbar sein wird. Dies stellt für uns eine indirekte Verteuerung dieser Karte um über 100 % dar. Meine Frau und ich nutzten die Karte gemeinsam abwechselnd, wobei sich die Karte bei durchschnittlich 2 bis 3maliger Nutzung pro Woche etwa +/- 0 auszahlte. Hauptgrund für uns war eigentlich Vermeidung unnötigen Autoverkehrs. Nach der Verteuerung ist die Nutzung der Karte für uns völlig unwirtschaftlich. Wir werden wieder das Auto benutzen, das wir sowieso besitzen und das daher bei gemeinsamer Nutzung hinsichtlich der variablen Kosten wesentlich günstiger ist.

Sie fragen in Ihrer Homepage unter dem Abschnitt Klimaschutz: „Was tun Pendler in Hamburg und Umland für den Klimaschutz, wenn sie auf Bus und U-Bahn umsteigen?“ und haben allerhand Argumente.

Die Frage lautet hier aber anders: Was tun SIE für den Klimaschutz? Wenn Sie Preiserhöhungen diesen Ausmaßes durchführen, dann treiben Sie die Verkehrsteilnehmer wieder zu den Autos; dann sollten Sie sich nicht an der Diskussion zur Verbesserung des Klimaschutzes beteiligen, meine ich.

Noch ein zweiter Aspekt: Die CC-Karte mit ihrem zeitlich eingeschränkten Leistungsumfang (ab 9.00 Uhr und nicht zwischen 16 und 18 Uhr) kommt doch nur fast ausschließlich Rentnern und nicht im Berufsleben Stehenden zugute. Es trifft also zumeist sozial schwächer gestellte Schichten.

Ihre Maßnahme ist also auch in sozialer Hinsicht ungerecht. Sie brauchen dabei nicht einmal gleich Ungarn als Beispiel zu nehmen. Dort fahren alle Rentner in den öffentlichen Verkehrmitteln gratis. Es würde schon reichen, wenn Sie in Ihren Preiserhöhungen etwas maßvoller wären.

Mit freundlichen Grüßen

P.S. Das Thema ist übrigens recht aktuell: Im Schatten des Klimagipfels frage ich mich manchmal, was denn wohl unsere Bundeskanzlerin dazu sagen würde, wenn sie erführe, daß ihre international anerkannten Bemühungen um besseren Klimaschutz im eigenen Land durch drastische Preiserhöhungen quasistaatlicher Verkehrsunternehmen konterkariert wird.

d.O.

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