Das Anliegen
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Arbeitsmarktförderung

Arbeitsmarkt

von

27.6.2007

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
als Projektleiter eines gemeinnützigen Vereins in der Lausitz bemühe ich mich, diesen durch die Braunkohlereduzierung extrem gebeutelten Landstrich gegenwärtig durch die Nutzung einer modernen Technologie, der 3D-Visualisierung, etwas aufzuwerten, Vorurteile abzubauen, Visionen für die Zukunft zu entwickeln und damit den Menschen etwas mehr Selbstvertrauen zu geben.
Bei Arbeitslosenquoten um die 17 - 20 % ist es uns vor allem ein Anliegen, ältere Arbeitsuchende, die sonst überhaupt keine Chance besitzen, durch eine kombinierte Qualifizierung mit moderner 3D-Technologie vertraut zu machen und gleichzeitig für die Region etwas Neues zu schaffen.
Aber, wie schon im vergangenen Jahr, werden die finanziellen Mittel für die Durchführung von ABM´s um 60 % gekürzt.
Wo sollen über 55-Jährige in Brandenburg einen Arbeitsplatz herbekommen? Sollen alle nach den alten Bundesländern auswandern?
Weshalb gibt es keine konzertierten Aktionen für ALG-2-Empfänger, sonder nur das Programm 50+ für ALG-1-Empfänger?
Weshalb werden beim Milliardenüberschuss der Bundesanstalt keine gesonderten Programme aufgelegt, die eine Kombination zwischen Qualifizierung udn Arbeit beinhalten? Weshalb wischen die Behörden des Bundes und der Länder alles mit dem Verweis, die ARGEN entschieden vor Ort, alle Vorschläge vom Tisch? Auch Ihr Bundeskanzleramt reagiert in dieser Weise.
Wir wollen in der Lausitz die Braunkohlenutzung seit Mittes des 19. Jahrhunderts visualisieren, zugleich aber die Möglichkeiten, wie mit dem Lausitzer Seenland, auch Menschen außerhalb Deutschlands informieren und interessieren.
Es wäre schon mal schön zu erfahren, weshalb begonnene Vorhaben mit dem Verweis, das Vorhaben liege nicht im VA-Bereich von Cottbus mit Betroffenen aus der Stadt nicht
weitergeführt werden können!?

Hintergrundinformationen:

Ein Projekt, das von Beginn an mit einer Laufzeit von 3 Jahren beziffert wurde, wird nach 5,5 Monaten mit der o.g. Begründung abgebrochen.
125.950 EUR Gelder werden für ein begonnnes Projekt ausgegeben, aber nicht beendet.
Die ARGE/JobCenter Cottbus kann eigentlich nicht anders, da ihr in 2007 nur noch ca. 40 % der ABM-Mittel des Jahres 2006 zur Verfügung stehen.
Mit der Förderung von Vorhaben im Rahmen des sog. Regionalbudgets werden ALG-2-Empfänger der Stufen IF und IG in hochinteressante Projekte zugeweisen. Ob diese dort tätig werden können, wissen wir noch nicht.
Eine Koordinierung der Anstrengungen der Kreise und Städte im Land oder der Länder insgesamt ist ja bei unserem föderalen System nicht gewollt. Die neuen "Fürsten" müssten ja eventuell ihre Entscheidungsgewalten trennen und mit anderen teilen.
Die Bundesanstalt für Arbeit (da ändert auch eine Namensänderung nichts am "Verwaltungs"-Charakter dieser Behörde-sie wird keine gestaltende Fähigkeit erwerben) scheffelt Milliardenüberschüsse durch die Wirtschaftsentwicklung und, ja, auch durch die Erhöhung Anzahl der beitragspflichtigen APl., aber für die Betroffenen mit ALG-II wird nichts oder wenig getan.
Damit haben wir eine Entwicklung, wo es, bei aller Freude über den Wirtschaftsaufschwung, kaum zu Verbesserung dieser Personengruppen kommt.
Die Bundesregierung sollte, wie beim 50+ auch etwas für die Empfänger von ALG-II tun!!!

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