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Arroganz von Behördern,…
Innenpolitik
von Jan-Erik Hansen
27.9.2007
Sehr geehrter Frau Merkel,
immer wieder fällt mir auf, mit welchen Schreiben und besonders mit welchen arroganten Formulierungen aus Behörden man es in unserem Land zu tun bekommt. Sie sind meistens nach dem klaren Motto verfasst: „Ich bin etwas besseres als du" oder „Der Kunde ist König aber der Kaiser sitzt an der Kasse". Man darf doch als Steuerzahler und somit als Arbeitgeber der Behörden verlangen, dass Freundlichkeit Bürgernähe etc.. Einzug hält und der Bürger, der sich an eine Institution wendet nicht als Störfaktor, Querulant oder „Stein auf dem Weg zur Pension" betrachtet wird. Die Formulierungen zu Paragrafen scheint oftmals das einzige zu sein, was die Mitarbeiter in ihrer Ausbildung beigebracht bekommen. Als Bürger fühlt man sich da unverstanden und weniger wert als die Verfasser mancher Schreiben.
Was sagen Sie dazu?
Mit herzlichen Grüßen
Jan-Erik Hansen
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Antwort auf "Arroganz von Behördern,…"
Innenpolitik
aus dem Bundeskanzleramt
Sehr geehrter Herr Hansen,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.
Leider haben Sie offenbar keine guten Erfahrungen mit Schreiben von Behörden gemacht. Wir können hier natürlich nur stellvertretend für die Bundesbehörden antworten. In der Tat ist es nicht immer einfach, verständlich und ohne juristische Formulierungen auf Bürgeranfragen zu antworten. Oft müssen auch wir aus Gesetzen zitieren, die nicht für jedermann verständlich sind. Grundsätzlich gilt: Jede Anfrage wird beantwortet und das so schnell wie möglich, umfassend und selbstverständlich in höflicher Form.
Das Bundesverwaltungsamt hat im Auftrag des Bundesministeriums des Innern ein Arbeitshandbuch „Bürgernahe Verwaltungssprache“ mit dem Ziel erarbeitet, das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit von Behörden und Privatpersonen zu fördern. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bund.de.
Behördliche Entscheidungen oder andere Mitteilungen müssen sprachlich, inhaltlich und in der Art der Begründung so gestaltet sein, dass Bürgerinnen und Bürger sie verstehen und akzeptieren können. Was jedenfalls die Beantwortung von Anfragen hier bei „Direkt zur Kanzlerin“ angeht, bemühen wir uns, nach diesen Prinzipien zu verfahren.
Mit freundlichen Grüßen
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Ihr
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