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Antwort auf "Fachkräftemangel"

Arbeitsmarkt

aus dem Bundeskanzleramt

Sehr geehrter Herr Engelbrecht,

Die Erfahrungen und Kompetenzen älterer Beschäftigter sind für die Unternehmen wertvoller denn je. Angesichts des demografischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels setzt hier langsam auch ein Bewusstseinswandel in der Wirtschaft ein.

Im Mittelpunkt der Politik der Bundesregierung steht das Ziel, dass Arbeit, die es in Deutschland gibt, von hier lebenden Menschen geleistet werden kann. Wichtig für viele – gerade Ältere – ist die berufliche Weiterqualifizierung. Lebenslanges Lernen muss selbstverständlicher werden. Die Bundesregierung setzt bei der Förderung der Weiterbildung Älterer mit ihrer „Initiative 50plus“ an.

Im Bereich der Hochqualifizierten kann sowohl kurz- als auch langfristig ein zusätzlicher Bedarf entstehen. Die Bundesregierung entwickelt hierfür ein Konzept für eine gezielte Zuwanderung, das den Anforderungen unseres Arbeitsmarktes Rechnung trägt.

In einigen Ingenieurberufen gibt es momentan Engpässe, so im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Elektrotechnik. Um diese Engpässe auszugleichen, wird die Bundesagentur für Arbeit ab November 2007 bei entsprechenden Bewerbern aus den zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten auf die individuelle Vorrangprüfung verzichten. Außerdem wird der Arbeitsmarktzugang ausländischer Absolventen deutscher Hochschulen durch Verzicht auf eine individuelle Vorrangprüfung verbessert.

Noch ein Wort zur Mobilität: Natürlich spielt berufliche Flexibilität heute eine größere Rolle als früher. Und sie bietet schließlich auch Chancen, die gerade Jüngere gerne ergreifen. Eine Erfahrung ist: Je besser jemand qualifiziert ist, um so mehr Möglichkeiten hat er oder sie, sich seinen Arbeitsort auszusuchen beziehungsweise sich einen Ortswechsel vom Arbeitgeber honorieren zu lassen.

Innerhalb der alten Mitgliedstaaten der EU herrscht bereits Niederlassungsfreiheit. Jeder kann sich entscheiden, wo er arbeiten und leben möchte. Der Wettbewerb um Fachkräfte wird in Zukunft erheblich größer werden. Um so mehr ist es Anliegen der Bundesregierung, dass Fachkräfte wie Sie ihre berufliche Zukunft weiterhin in Deutschland sehen und finden.

Mit freundlichen Grüßen

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