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Antwort auf "Altersrenten"

Soziales

aus dem Bundeskanzleramt

Sehr geehrter Herr Meckelburg,

Seit 2003 gibt es die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Sie hilft vor allem auch Menschen, die sich bis dato geschämt haben, Hilfe zum Lebensunterhalt in Anspruch zu nehmen. Diese Grundsicherung ist steuerfinanziert und sieht von einem Unterhaltsrückgriff auf die Kinder des Bedürftigen ab. Bedürftige haben einen Rechtsanspruch auf diese Leistung, um ihnen eine Lebensführung zu ermöglichen, die der Würde des Menschen entspricht.

Erlauben Sie uns in diesem Zusammenhang ein paar Sätze zur sozialen Sicherung. Die sozialen Sicherungssysteme und insbesondere auch die Gesetzliche Rentenversicherung stehen angesichts der demografischen Entwicklung vor großen Herausforderungen. Die Menschen leben länger und bleiben länger gesund. Das ist erfreulich. Aber es werden auch immer weniger Kinder geboren. Diese Entwicklung führt dazu, dass den Rentenbeziehern in Zukunft immer weniger Beitragszahlern in die Rentenversicherung gegenüberstehen.

Die Bundesregierung hat sich bereits frühzeitig mit diesem Problem befasst und wichtige Veränderungen eingeleitet, um die gesetzliche Rente zukunftsfest zu machen. Die im Frühjahr beschlossene Rente mit 67 ist dazu ein weiterer wichtiger Schritt. Die finanziellen Lasten der Alterung sollen fair zwischen den Generationen verteilt werden. Das bedeutet, weder die Beitragszahler sollen mit zu hohen Rentenbeiträgen belastet werden, noch sollen sich die Rentenempfänger trotz langjähriger Beitragszahlungen mit Ansprüchen auf Sozialhilfeniveau zufrieden geben müssen.

Rentenerhöhungen sind dabei an die Lohnentwicklung gekoppelt. Nach drei Nullrunden in Folge sind die Renten in diesem Jahr zum 1. Juli um 0,54 Prozent angehoben worden. Auch wenn die Anhebung gering ausfällt, ist dies als positives Signal zu verstehen. Denn die Rentenerhöhung folgt der erfreulichen Entwicklung bei Wachstum und Löhnen im vergangenen Jahr. Und an diesem Aufschwung sollen auch die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland teilhaben. Schätzungen führender Wirtschaftsinstitute zufolge könnte es daher auch im kommenden Jahr zu einer positiven Rentenanpassung kommen.

Mit freundlichen Grüßen

 

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