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Wirtschaft
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von Marcus Laabs
6.10.2006
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
ich denke es ist Ihnen garnicht bewußt, wie depressiv die Stimmung gerade bei Selbstständigen und kleinen Firmen ist. Wir die effektiven Steuerzahler werden gnadenlos an die Wand gefahren. Große Firmen tricksen das deutsche Steurrecht aus während wir kleinen durch die Einkommen- und Gewerbesteuer voll getroffen werden. Kein Urlaub, keine Krankheit, aber maximale Abgaben. Ich spreche sicher für sehr viele Selbstständige, die Ihre besten Jahre ohne Rücksicht auf Familie und Gesundheit opfern. (Ich habe z.B. über 9 Jahre keinen Urlaub mehr gehabt) Andererseits hat selbst ein Arbeitsloser anspruch auf Urlaub... wer bräuchte ihn wohl dringender ???
Obwohl ich ein erfolgreiches Geschäft betreibe, werde ich früher oder später wohl alles Aufgeben und villeicht ins Ausland gehen. Auch wenn es dort nicht besser ist, sehe ich hier keinen Sinn mehr und keine Prespektive. Es kann einfach nicht sein, daß sich die Bürger die bis zur Erschöpfung arbeiten, dafür noch bestraft werden. Während andere schon über eine 33 Stunden Woche jammern arbeiten andere 60 bis 90 Stunden ohne Urlaub.Mit freundlichen Grüßen !
Marcus Laabs
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Antwort auf "Wirtschaft"
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aus dem Bundeskanzleramt
Sehr geehrter Herr Laabs,
danke für Ihren Beitrag im Rahmen von „Direkt zur Kanzlerin“. Die Kanzlerin bittet uns, Ihnen zu antworten.
Selbstständigkeit hat gewaltige Vorteile, aber natürlich auch einige Nachteile. Zum Beispiel den, dass man niemals eine 40-Stunden-Woche hat. Es ist aber nicht an der Zeit, die Flinte ins Korn zu werfen. Im Gegenteil: Die wirtschaftliche Entwicklung und die Maßnahmen der Bundesregierung schaffen neue Perspektiven. Kleine und mittlere Unternehmen stellen einen Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung dar. Die steuerliche Ungleichbehandlung von Personen- und Kapitalgesellschaften ist ihr sehr bewusst. Die Unternehmenssteuerreform wird zu mehr Gerechtigkeit führen, da sie die Ausnahmetatbestände, mit denen Großunternehmen Steuern sparen können, reduzieren wird. Die Bundesregierung stärkt den Mittelstand außerdem durch den Abbau bürokratischer Belastungen. Sie verbessert die Finanzierungsmöglichkeiten und modernisiert die Berufliche Bildung, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Mit freundlichen Grüßen
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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